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Neue Steinzeitfunde im Untern Mühlviertel 

Einen Lesestoff wert: Die druckfrische Publikation "Neue Steinzeitfunde im Unteren Mühlviertel"

Die Steinzeit in Engerwitzdorf: Urgeschichtliche Sammlung wurde aufgearbeitet

"Neue Steinzeitfunde im Unteren Mühlviertel" heißt das Sonderheft 48 der Linzer Archäologischen Forschungen, herausgegeben von Alexander Binsteiner und Erwin M. Ruprechtsberger.

Es listet detailliert viele sensationelle neue Erkenntnisse über die Urgeschichte der Region um Engerwitzdorf auf, die durch die wissenschaftliche Aufarbeitung der "Meiche Sammlung" gewonnen wurden. Der passionierte Sammler Kurt Meiche hat in der Zeit von etwa 1965 bis 1985 die Gemeinde systematisch nach historischen und prähistorischen Objekten abgesucht und dabei eine große Anzahl von Fundstücken gesammelt. Die Gemeinde Engerwitzdorf hat die Sammlung als Leihgabe und in der Folge wissenschaftlich aufarbeiten lassen. Bis die Sammlung ihre sensationellen Objekte Preis gab, war viel mühevolle Arbeit notwendig. Denn die Sammlung Meiche umfasst rund 15.000 Einzelstücke, verpackt in 90 Kisten. Alles musste gesichtet und zugeordnet werden, um die besonderen Stücke zu finden.

Bald aber zeigte sich, welcher Schatz hier vorlag. Diplomgeologe Alexander Binsteiner konnte Steinwerkzeuge und Tongefäße ganz eindeutig der Steinzeit zuordnen. Und dabei machte er eine sensationelle Entdeckung: Ein etwa drei Zentimeter großes Steinobjekt, heute "Klingenkratzer" genannt, kommt zweifelsfrei aus einem Steinbruch in den Monte Lesini in der Provinz Verona, rund 400 km Luftlinie von Engerwitzdorf entfernt. Er war Bestandteil eines Art Reparatursets, das die Steinzeitmenschen stets bei sich trugen. Damit konnten sie zum Beispiel Pfeilschäfte glätten und Federn spalten, also Pfeile herstellen. Auch "Ötzi" hatte dieses wichtige Werkzeug bei sich. Der Fund in Engerwitzdorf ist der östlichste bisher bekannte und verleiht der Sammlung Meiche eine ganz besondere Bedeutung. "Für die wissenschaftliche Aufarbeitung ist besonders günstig, dass Meiche nicht nur fertige Werkzeuge sondern auch Präparationsabfall gesammelt hat", sagt Binsteiner. Daraus kann man die Technik zur Herstellung von Geräten, Werkzeugen und Waffen ableiten und weiß damit auch, wie die Menschen damals arbeiteten.

Die Sammlung führt aber noch weiter zurück bis in die Zeit der Neandertaler vor etwa 40.000 bis 50.000 Jahren. Auch sie konnten im Raum Engerwitzdorf nachgewiesen werden, was sehr schwierig ist, denn die Siedlungsdichte dieser Urzeitmenschen war sehr gering. Die Publikation enthält ausführliche Darstellungen der Lebensweise der Steinzeitmenschen. Detailliert werden die Verbindungen zu Handelspartnern vor allem im bayerischen Raum aufgezeigt. Vieles wurde im Engerwitzdorfer Heimatbuch von Dr. Wilhelm Mayrhofer sehr ausführlich dargestellt, das Sonderheft ergänzt diese Darstellungen um die neuen Erkenntnisse.

Das neue Buch "Neue Steinzeitfunde im Unteren Mühlviertel" liegt im Bürgerservice des Gemeindeamtes in Engerwitzdorf auf und kann dort zum Preis von EUR 11,50 erworben werden.

Nähere Informationen:

Gemeinde Engerwitzdorf

Leopold-Schöffl-Platz 1, 4209 Engerwitzdorf 

Tel. +43 7235 66955 0 

E-Mail


Heimatbuch Engerwitzdorf

Auf über 600 Seiten wird in eindrucksvoller Weise und mit vielen Bildern die Geschichte der Gemeinde, der Menschen, der Pfarren, der Vereine, der Wirtschaft usw. dargestellt. 

Der Autor Konsulent Dr. Wilhelm Mayrhofer hat in diesem Werk von der Urgeschichte bis in die Neuzeit alle interessanten und wissenswerten Informationen über unsere Heimat zusammengefasst. 

Verkaufspreis incl. MWSt. € 39,00  

Erhältlich im Bürgerservice der Gemeinde Engerwitzdorf sowie in der Bücherinsel Gallneukirchen.



Broschüre Mahnmal „Vom Widerstand“ von Richard Wall 

Anlässlich des 70. Jahrestages der gegen Kriegsende exekutierten Patrioten und Widerstandskämpfer wurde am 7. Juni 2015 beim Mahnmal in Treffling eine würdige Gedenkfeier abgehalten. Richard Wall aus Engerwitzdorf hat zu diesem Anlass die Broschüre „Vom Widerstand“ verfasst.

Reststücke der Broschüre sind auch gratis am Gemeindeamt erhältlich.