Wissenswertes

"Kleines und großes Einmaleins des Heizens"

Gut heizen will gekonnt sein

Vor der kalten Jahreszeit ist es sinnvoll, die Heizung überprüfen zu lassen. Um sich selbst ein Bild vom Zustand seiner Wärmeversorgung machen zu können, hier ein paar Praxistips:

Überprüfung des Heizkessels / der Therme: Wann wurde die letzte Überprüfung vorgenommen?

Abgastemperaturen: Die Abgastemperatur ist auf der Kesselüberprüfung ersichtlich. Hohe Abgastemperaturen (>160°C) sind ein Zeichen für hohe Kesselverluste oder deuten auf alte Kessel hin.

Häufiger Kesselstart: Gerade bei Öl- und Gaskesseln bringt ein Start alle paar Minuten hohe Verluste mit sich. Optimal sind modulierende Kessel (diese können ihre Leistung in Grenzen an die Abnahme anpassen) bzw. der Einsatz eines Pufferspeichers.

Vorlauftemperatur: Die Vorlauftemperatur sollte abhängig von der Außentemperatur geregelt sein. Wenn der Eindruck entsteht, dass die Heizkörper zu heiß sind und man sie abdrehen möchte, so ist die Regelung falsch eingestellt oder eine Heizkreisregelung fehlerhaft.

Heizkreisregelung: Für mehrere Heizkreise (Heizkörper + Fußbodenheizung, meherer Wohnungen) ist es sinnvoll, diese einzeln zu regeln. Ein Raumfühler misst die Raumtemperatur und regelt den Vorlauf so, dass die Sollwerte eingehalten werden. Oft kann auch eine Nachtabsenkung eingestellt werden.

Spreizung: Der Unterschied zwischen Vorlauf (heiß) und Rücklauf (kühler) soll bei Fußbodenheizungen etwa 10°C, bei Radiatorheizungen 15-20°C betragen. Ist diese Differenz, die Spreizung zu klein, so deutet das auf eine zu hohe Pumpenstufe oder einen fehlenden hydraulischen Abgleich hin.

Hydraulischer Abgleich: Beim Heizkörper soll die durchströmende Wassermenge so eingestellt werden, dass die erforderliche Energieabgabe erreicht wird. Strömt zu wenig durch, bleibt es zu kalt, bei zu viel Wassermenge ist es zu heiß. Ein hydraulischer Abgleich mit dem Einsatz von Thermostatventilen kann 10 - 30 % an Heizkosten einsparen helfen!

Thermostatventile: Dabei handelt es sich gerade für ältere Anlagen um die einfachste Methode zum Verringern der Heizkosten und zum Erreichen eines Wohnkomforts.

Lüften: Ist notwendig, um Sauerstoff in den Wohnraum zu lassen und CO2 und Feuchtigkeit aus dem Haus zu transportieren. Regelmäßiges Stoßlüften (alle Fenster 3 Minuten auf) ist optimal, gekippte Fenster bedeuten schlechte Lüftung und hohen Wärmeverlust.

Wo mit Lüften die Temperatur geregelt wird, ist mit der Heizung was faul!

Pumpen: Sind die Pumpen aus, wenn nicht geheizt wird? 1x pro Woche 5 Minuten laufen lassen schützt vor Festrosten!

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"SPRIT SPAREN"

Zahlen zu Günter Preinfalks Spritsparstunde


vorher                    nachher
Ø Verbrauch 5,9 l/100km 4,7 l/100km
Ø Geschwindigkeit     49 km/h 47 km/h
Jahresverbrauch
(13.500 km)
796 Liter 635 Liter
Spritkosten 1035 € 825 €


Einsparung pro Jahr: 

  •  161 Liter Diesel (-20%) 
  • 210 € 
  • 425 kg CO2 
  • Verschleißteile des Fahrzeugs (Bremsen, Reifen, …) werden geschont und das spart zusätzlich Reparatur- und Wartungskosten. 
Amortisationszeit der Trainingsstunde (55€): 3 Monate
Einfache Tipps und Fakten: 

  • Reifendruck regelmäßig prüfen: 0,5 bar zu wenig führen zu 5 % Mehrverbrauch. 
  • Ballast abwerfen: 100 kg mehr führen ebenfalls zu 5 % Mehrverbrauch. 
  • Luftwiderstand minimieren: Dachboxen und –gepäckträger abbauen, wenn sie nicht gebraucht werden. Der Luftwiderstand wächst quadratisch mit Geschwindigkeit (doppelte Geschwindigkeit = vierfacher Luftwiderstand) 
  • Klimaanlage nur einschalten, wenn es wirklich nötig ist. 
  • Den Motor nicht warmlaufen lassen, sondern gleich losfahren. 
  • Vorausschauen fahren und so viel wie möglich rollen lassen. Leerlauf oder Motorbremse nutzen sowohl beim Bergabfahren als auch beim Zufahren zu Geschwindigkeitseinschränkungen, Ampeln und Kreuzungen. Möglichst so fahren, dass man gar nicht anhalten muss. Das spart Beschleunigungsenergie. 
  • Größeren Sicherheitsabstand lassen, damit man nicht wie das Fahrzeug vor einem fahren muss. 
  • Motor ab 20 Sekunden Stillstand abschalten.

TIPP: Spritspar-Trainings gibt es nicht nur für PKWs sondern auch auf LKWs. Für Firmen Trainings oder Projekte gibt es Fördermmöglichkeiten unter Klimaaktiv

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Verschiedene Heizsysteme

Dir werde ich einheizen! Aber womit?

Die Wahl der richtigen Heizung wirft viele Fragen auf, die vor der Kaufentscheidung beantwortet werden sollten.

Welche Heizformen stehen heute überhaupt zur Auswahl? Neben Solaranlagen, Holzheizungen und Wärmepumpen stehen immer auch noch Gas oder Öl als Möglichkeit im Raum.

Wie sieht es mit den Kosten aus? Anschaffungskosten können oftmals relativ einfach verglichen werden, aber wie steht es um die laufenden Kosten? Weil eine Heizung eine Investition auf Jahrzehnte darstellt, wäre der Blick in die Kristallkugel sehr hilfreich, da speziell bei Gas und bei Öl die Preisentwicklung über mehrere Jahre nur sehr schwer abschätzbar ist.

Wie sieht es mit der kurz- und langfristigen Versorgungssicherheit aus? So können wir davon ausgehen, dass uns die Sonne oder Holz noch eine Weile in verfügbar Form erhalten bleiben, bei den fossilen Brennstoffen sieht es aber auch hier wesentlich spannender aus. Die endliche Verfügbarkeit dieser Ressourcen, aber auch politische Unsicherheiten können auf die Versorgungsicherheit Einfluss nehmen.

Welche weiteren Aspekte spielen neben der Wahl der Heizform auch noch eine Rolle? Dämmung, Mess- und Regeltechnik und der eigene Umgang mit dem Thema Energie sind nur einige Aspekte, die vor der Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollten.

Und vor allem soll es Antworten auf die Frage geben, mit welcher Heizform ich am meisten zum Erhalt der Umwelt und zum Klimaschutz beitragen kann. Diese und weitere Fragen werden für die verschieden Heizformen in den nächsten Ausgaben der Gemeindezeitung beantwortet, um allen interessierten GemeindebürgerInnen Unterstützung bei der richtigen Wahl der Heizung zu bieten.

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Wohnraumlüftungsanlagen

In den letzten Jahren sind viele Niedrigstenergiehäuser mit Wohnräumlüftungsanlagen gebaut worden. Die Reinigung der kontrollierten Wohnraumlüftung ist für saubere Luft sowie für die Effektivität Ihrer Anlage GANZ wichtig.

Einige dieser Arbeiten können Sie selbst erledigen, wie zum Beispiel die Filter in regelmäßigen Abständen von ca. 2-3 Monaten oder je nach Verschmutzungsgrad absaugen bzw. mit Druckluft reinigen. Nach einem Jahr sind die Filterporen trotz Absaugens und Reinigung verschlossen und sollten unbedingt ausgewechselt werden.

Neue und saubere Filter sind nicht nur für saubere Luft, sondern auch für die Effizienz Ihres Geräts wichtig. Im Zuges eines Filtertausches sollten die Ansauggitter der Außenluft sowie Zu- und Abluftleitungen überprüft und gereinigt werden, da speziell bei feuchtem bis nassem Wetter die Luftgitter der Frischluftleitungen im Zusammenspiel mit Schmutz, Feinstaub bzw. Blütenstaub stark verschmutzen und die Lüftungsanlagenur mehr erschwert Frischluft ansaugen kann.

Für eine dauerhafte Sicherstellung der hygienischen Anforderungen sollte regelmäßig alle 1-3 Jahre (nach Vorgaben des Herstellers) der Wärmetauscher (Rotations-, Kreuzstromwärmetauscher) und der Innenraum der Lüftungsanlage gereinigt werden. Bei den meisten Herstellern ist im Internet eine ‚Bedienungs- oder Wartungsanleitung‘ zu finden, welche genauere Arbeitsschritte für die Wartung, die eigentlich durch den Installateur durchgeführt wird, enthält.

Wenn jemand handwerklich ‚geschickt‘ ist kann dies durchaus in Eigenregie durchgeführt werden.

Am Beispiel der zentralen Wohnraumlüftungsanlage ‚Wernig G 90-380‘ möchten wir die wichtigsten Schritte ganz kurz zusammenfassen:

  • Wohnraumlüftungsanlage außer Betrieb nehmen (ausschalten bzw. ausstecken) 
  • Luftfilter entfernen 
  • Frontplatte bzw. Dichtungsplatte des Gerät entfernen 
  • den Wärmetauscher herausnehmen, absaugen und wenn möglich mit Druckluft reinigen 
  • je nach Verschmutzung den Innenraum gründlich trocken reinigen bzw. leicht feucht auswischen
  • Die Anlage wieder zusammensetzen und neue Luftfilter einsetzen 
  • Außenluft Zu- und Abluftleitungen kontrollieren und reinigen (speziell die Luftgitter) 
  • Wer es perfekt machen will kontrolliert und reinigt noch die Schalldämmverteiler bzw. die Zu- und Abluftstutzen in den einzelnen Wohnräumen. 
  • Wohnraumlüftungsanlage kann jetzt wieder in Betrieb genommen werden (einschalten bzw. einstecken) Unter der URL http://tinyurl.com/o6n7st9 sind diese Schritte als ‚Foto Story‘ Schritt für Schritt dokumentiert.

In der Bedienungs- bzw. Wartungsanleitung für Wernig G 90-380 Wohnungslüftungsgerät sind diese Wartungsarbeiten zum Teil ab Seite 27 (Punkt 3.9 ‚Pflege durch den Installateur‘) beschrieben -> siehe http://tinyurl.com/q9caqay

Zusammenfassend ist es wichtig, das die Lüftungsanlage wie eine Standardwartungseinheit (Gasheizung, Auto, usw.) zu sehen. Regelmäßiges und richtiges Reinigen erhöht die Luftqualität (sehr wichtig bei Allergikern), die Energieeffizienz und verlängert auch maßgeblich die Lebensdauer Ihrer Geräte!

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