Wissenswertes

bananenchallenge
Engerwitzdorf wird Fairtrade-Gemeinde
Engerwitzdorf möchte eine FAIRTRADE-Gemeinde werden, und wir sind eingeladen mitzumachen. In unseren Geschäften finden wir neben lokalen und regionalen Produkten auch viele Waren aus Entwicklungsländern. Kleidung, Fußbälle, Bananen, Kakao und Kaffee zum Beispiel werden fern unserer Heimat erzeugt, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen.

Für gewöhnlich kaufen wir diese Dinge, ohne etwas über die Menschen zu wissen, die sie tagtäglich herstellen. Während meines einjährigen Forschungsaufenthaltes im südlichen Tansania konnte ich persönlich miterleben, wie Kleinbauern Lebensmittel produzieren, die sich in unseren Regalen befinden.Dabei wurde mir bewusst, wie ungerecht und nachteilig ihre Arbeit sein kann, um im Weltmarkt bestehen zu können.

Mit dem Kauf von FAIRTRADE Produkten können wir dem gemeinsam entgegenwirken, da diese strengen sozialen, ökonomischen und ökologischen Standards unterworfen werden. Unter anderem geht es hier um das Einhalten von fairen Arbeitsbedingungen und das Bezahlen von Preisen, die den tatsächlichen Kosten der Produktion entsprechen. Wohlgemerkt wird hier keine Konkurrenz zu örtlichen Bauern geschaffen, da wir von Produkten sprechen, die in unseren Gegenden nicht angebaut werden. Vielmehr geht es darum jene Solidarität, die wir unseren Bauern hierzulande bekunden, auch über die Grenzen hinweg den Menschen im Süden auszusprechen.

Autor: Mag. Andreas Scheba - Arbeitsgruppe FAIRTRADE (Gemeindezeitung: Mai 2013)

Unsere Fairtrade Ziele

In Österreich gibt es mehr als 100 FAIRTRADE Gemeinden. Engerwitzdorf ist auf dem besten Weg eine davon zu werden.

Als FAIRTRADE Gemeinde soll in Engerwitzdorf der faire Handel internationaler Produkte lokal verankert werden. Dabei sprechen wir von fünf Zielen, die erreicht werden müssen.

Erstens, die Gemeinde verabschiedet eine Resolution und bekennt sich dazu, FAIRTRADE Produkte zu unterstützen und auf der Gemeinde und bei Gemeindeveranstaltungen anzubieten. Solch eine Resolution wurde von unserem Gemeinderat am 5.7.2012 beschlossen.

Zweitens, eine Arbeitsgruppe wird gegründet und unter einem Vertreter der Gemeinde geführt. Diese überparteiliche Arbeitsgruppe wurde initiiert und wir treffen uns regelmäßig, um weitere Maßnahmen umzusetzen.

Drittens, FAIRTRADE Produkte sollen in mindestens vier Geschäften und zwei Gastronomiebetrieben angeboten werden.

Viertens, mithilfe von Vorzeigeunternehmen, Betrieben, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen und Pfarren soll für FAIRTRADE lobbying gemacht werden.

Fünftens, durch regelmäßige Berichterstattungen, Aussendungen, Plakate und Veranstaltungen versucht man das Bewusstsein der GemeindebürgerInnen über den fairen Handel zu stärken.

Artikel: Mag. Andreas Scheba - FAIRTRADE Arbeitsgruppe (Gemeindezeitung Juli 2013)