Düngerverbot

Ende der Düngeverbote - Änderungen beachten!
Im Aktionsprogramm Nitrat 2012 sind einige Änderungen bei den Sperrfristen festgelegt worden. Diese sind unbedingt zu beachten.
Bienenfreundliche Gemeinde - Bienen im Winter

Wussten Sie schon, dass

  • Arbeiterbienen im Sommer nur rund drei Wochen leben? Im Gegensatz dazu kommen Bienen, die spät im Herbst geboren werden, auf gut drei Monate Lebenszeit, und schaffen es so über die kalte Jahreszeit.
  • unsere Bienen den Stock über den Winter nicht verlassen und von ihren Vorräten leben? Unsere Imker füttern den Honigbienen als Ersatznahrung im Winter Zuckerwasser. Diese„Ersatznahrung“ hat gegenüber dem Honig sogar Vorteile. Sie ist pure Energie, enthält wenig Ballaststoffe und strapaziert damit den Bienenorganismus weniger.
  • sich die Bienen auch bei Minusgraden selbst warm halten? Durch enges Aneinanderkuscheln und Muskelzittern wärmen sie sich auf. Im Bienenstock herrschen dann immer noch Temperaturen von über 20 Grad.
  • ein Bienenvolk im Winter aus nur 20.000 bis 25.000 Bienen besteht? Im Sommer sind es bis zu 100.000 Exemplare.

 

 

Ende der Sperrfristen

Quelle: DI Franz Xaver Hölzl

In beiliegender Tabelle ist dargestellt, ab wann im Frühjahr frühestens gedüngt werden darf. Neu ist, dass auf Dauergrünland und Wechselwiese Gülle, Jauche und andere schnellwirksame stickstoffhältige Düngemittel erst ab 01.03. ausgebracht werden dürfen.

Grundwasser 2010 - strengere Sperrfristen für Ackerflächen
Bei Teilnahme am vorbeugenden Boden- und Gewässerschutz (Grundwasser 2010) muss auf die Ausbringung von stickstoffhältigen Düngemitteln bis inkl. 28.02. auf allen Ackerflächen im ausgewiesenen Gebiet verzichtet werden. Ausnahme: Auf allen Durum-, Erdbeer-, Gemüse-, Gerste- und Rapsflächen im ausgewiesenen Gebiet dürfen bis inkl. 15.02. keine stickstoffhältigen Düngemittel verbracht werden.

Ausbringungsverbot auf wassergesättigten, schneebedeckten oder durchgefrorenen Böden ist immer gültig!
Es ist jedoch zu beachten, dass unbeschadet der oben angeführten Sperrfristtermine folgende Ausbringungsverbote stets Gültigkeit haben: Auf durchgefrorenen Böden, auf wassergesättigten oder überschwemmten Böden sowie bei geschlossener Schneedecke ist eine Düngung mit stickstoffhältigen Düngemitteln auf landwirtschaftlichen Nutzflächen nicht zulässig.
Durchgefroren bedeutet, dass der Boden nicht nur vorübergehend oberflächlich gefroren ist. Wenn der Boden nachts und am Morgen zwar oberflächlich gefroren ist, die Gefrierschicht tagsüber bei Sonneneinstrahlung jedoch auftaut und der Boden daher aufnahmefähig ist, kann nicht von einem durchgefrorenen Boden gesprochen werden. In diesen Fällen ist eine Frühjahrsstartdüngung zu Winterraps und Wintergerste nach dem 01.02. günstig. Denn bei diesen sogenannten angefrorenen Böden kann die Düngung sehr gut mit flüssigen Wirtschaftsdüngern erfolgen, da keine Verdichtungen und aufgrund der niedrigen Temperaturen nur sehr geringe Abgasungsverluste auftreten. Eine genaue Beobachtung und Beurteilung der Bodenverhältnisse ist dabei unbedingt erforderlich. Ein auftauender Boden kann nämlich wassergesättigt sein.

Wassergesättigt ist ein Boden, dessen Wasseraufnahmefähigkeit erschöpft ist.

Aktionsprogramm Nitrat 2012 - Neudefinition "schneebedeckter Boden"

"Ein schneebedeckterBoden liegt vor, wenn weniger als die Hälfte des Bodens eines Schlages schneefrei ist.“ In diesem Fall dürfen keine Düngemittel ausgebracht werden. Ist mehr als die Hälfte eines Schlages schneefrei, so darf grundsätzlich eine Düngung mit stickstoffhältigen Düngemitteln erfolgen. Dabei wird aber dringend empfohlen, nur die wirklich schneefreien Areale zu düngen und keine Düngemittel auf Schneereste aufzubringen. Quelle: DI Franz Xaver Hölzl bzw. Landwirtschaftskammer Oö